
Beweggründe
Liebe Türkheimer Anwohner(innen) der Wertach.
Momentan ist es still geworden um die geplante Stauzielerhöhung durch die Kraftwerk Türkheim GmbH. Das Wasserwirtschaftsamt Kempten hat im August 2024 eine Stellungnahme gegenüber dem Landratsamt Unterallgäu abgegeben die Sie hier downloaden können.
In der Tat hat das WWA darin eine erfreulich vertiefte Auswertung des Parteigutachtens des Betreibers vorgenommen, ist auf die dortigen vielfältigen Unzulänglichkeiten, auf die unzureichenden Untersuchungen und auf die verwirrenden und fachlich fraglichen Auswertungen im Gutachten eingegangen und dann ebenfalls unmissverständlich zu der fachtechnisch zutreffenden Beurteilung gekommen, dass bereits beim derzeitigen Stauziel aufgrund der Messergebnisse Bosch eine ungünstige Beeinträchtigung der Oberliegergrundstücke gegeben ist.
Das Landratsamt hat anscheinend gegenüber der Gemeinde Türkheim und deren Gemeinderäten verlauten lassen: Der Kraftwerksbetreiber und sein Gutachter plus Rechtsanwalt stellen alles exakt gegenteilig dar.
Für uns stellt sich die Frage was das Landratsamt dazu bewegt der zuständigen Fachbehörde keinen Glauben zu schenken. Wir bitten Sie als Anwohner die Stellungnahme des WWA genau zu lesen und zu überlegen ob man eventuell Betroffener einer möglichen Stauzielerhöhung sein kann.
Den Gemeinderat Türkheim fordern wir auf vom Landrat eine Stellungnahme einzufordern warum der Antrag zur Stauzielerhöhung weiter verfolgt wird.
Von einem Viehtränke-Wehr zum Kraftwerk
1930 – 1993 Viehtränke-Wehr
1993 – 1995 Bau des jetzigen Kraftwerks

Auszug Werner Bohnhoff Stiftung
Nach dem
Reaktorunglück Tschernobyl erhielt der Betreiber politische Unterstützung für das Vorhaben „Kraftwerk Türkheim“.
Gegen großen Widerstand der Gemeinde Türkheim erteilte der damalige Landrat die umstrittene Genehmigung.
Als sich 1986 der Unfall in Tschernobyl ereignete, fand ein Umdenkprozess im Hinblick auf die Energiegewinnung statt, der zur stärkeren Beachtung erneuerbarer Energien, wie sie seitdem genannt werden, führte. In den folgenden Jahren wurde die Rolle erneuerbaren Energien immer mehr hervorgehoben und eine Broschüre der Obersten Bayerischen Baubehörde in Umlauf gebracht, die erklärte, wie man alte Mühlen oder Triebwerksanlagen reaktivieren könne. Darauf hin wandte sich der Betreiber an den Verfasser der Broschüre, Herrn Strobl, und erzählte ihm von seinem Vorhaben,
das geeignet war, eine Stromversorgung von acht Millionen kWh pro Jahr zu generieren. Auf diese Weise sicherte sich der Betreiber politische Unterstützung. Des weiteren setzte sich der Landrat für das Projekt ein. Dennoch war die Marktgemeinde Türkheim von dem Vorhaben nicht zu überzeugen.
„Die Stärkung des Umweltschutz durch die Bundesregierung und den Wegfall von Gas auf Grund des Ukraine-Krieges werden diese Projekte wieder interessanter für Investoren… „
Hier der komplette Auszug als PDF.
Einige Punkte der Genehmigung die wenig bis gar nicht eingehalten wurden.
Seite 2 Punkt 4
Seite 8 Punkt 5.1.9.1 + 2
Seite 9 Punkt 5.1.12.1 +2 +3
2. Direkte Auszüge aus der Genehmigung auf, die wir Aufmerksam machen wollen.

Stellungnahme des Wasserwirtschaftsamtes Kempten zur geplanten Stauzielerhöhung
vom 12.08.2024.
Aus unserer Sicht wird hierin ganz klar vor den Folgen gewarnt.
Hier ist das Fazit auf Seite 10 für uns von Interesse

